Mit zunehmendem Alter verändert sich unsere Haut erheblich. Sie wird dünner, trockener und weniger elastisch. Schon kleine Stösse oder das Abziehen eines Pflasters können dann zu sogenannten Skin Tears führen – Risse in der Haut, die besonders bei älteren Menschen häufig auftreten. Für pflegende Angehörige ist es wichtig, diese Verletzungen zu erkennen, richtig vorzubeugen und angemessen zu versorgen.
Was sind Skin Tears?
Skin Tears sind Risswunden der Haut, die meist durch mechanische Belastung entstehen – zum Beispiel durch Reibung, Stossen oder das Entfernen eines Pflasters. Dabei kann sich die oberste Hautschicht teilweise oder vollständig von der darunterliegenden lösen. Typische Stellen, an denen Skin Tears auftreten, sind Unterarme, Hände und Unterschenkel.
Die Wunden sehen oft harmlos aus, können aber langsamer heilen als normale Schnitt- oder Schürfwunden und bergen ein Infektionsrisiko. Für pflegende Angehörige ist es entscheidend, diese Verletzungen möglichst zu vermeiden – und falls sie dennoch auftreten, früh zu erkennen, damit keine Komplikationen entstehen.
Warum Altershaut besonders gefährdet ist
Mit dem Alter verändern sich mehrere Eigenschaften der Haut:
Dünnere Haut: Die Ober- und Lederhaut werden dünner und weniger stabil, wodurch die Haut leichter einreisst.
Weniger Fett- und Feuchtigkeitsspeicher: Die Haut trocknet schneller aus, verliert Elastizität und wird empfindlicher gegenüber Reibung.
Schwächere Verbindung der Hautschichten: Die Bindung zwischen Oberhaut und Lederhaut ist weniger robust. Schon kleine Zugkräfte können einen Riss verursachen.
- Langsamere Heilung: Ältere Haut regeneriert sich langsamer, die Durchblutung ist reduziert. Wunden brauchen deshalb oft länger, um vollständig zu heilen.
Vorsicht, Prävention und sanfte Pflege sind daher in der häuslichen Pflege besonders wichtig.
Typische Urachen von Skin Tears
Häufig entstehen Skin Tears durch alltägliche Situationen, z. B.:
- Anstossen an Möbelkanten oder Türrahmen
- Festhalten oder Umlagern von Pflegebedürftigen
- Ruckartiges Abziehen von Pflastern oder Verbänden
- Kleidung mit rauen Nähten oder enganliegende Strümpfe
- Unzureichend gepflegte, trockene Haut
Durch Beobachtung und Anpassung des Alltagsumfelds kannst du das Risiko für Skin Tears deutlich verringern.
Prävention: Hautschutz für den Alltag
Die gute Nachricht: Viele Skin Tears lassen sich vorbeugend verhindern, wenn man die Haut gezielt schützt.
1. Regelmässige Hautpflege
- Tägliches Eincremen hält die Haut geschmeidig und widerstandsfähiger.
- Produkte mit leichtem Fett- und Feuchtigkeitsanteil sind besonders geeignet.
- Auf parfümfreie Pflegeprodukte achten, um Reizungen zu vermeiden.
2. Kleidung und Schutz
- Weiche, nicht kratzende Kleidung trägt dazu bei, Reibung zu reduzieren.
- Lange Ärmel oder spezielle Schutzärmel können besonders empfindliche Unterarme schützen.
3. Sicheres Umfeld
- Möbelkanten abpolstern, Stolperfallen beseitigen, ausreichend Beleuchtung.
- Hilfsmittel wie Haltegriffe oder rutschfeste Matten verringern Sturz- und Stossrisiken.
4. Vorsichtiges Pflaster-Handling
- Pflaster parallel zur Hautoberfläche abziehen (in Richtung des Haarwuchses) – das minimiert den Zug auf die Haut.
- Wenn möglich, auf hautfreundliche Pflaster zurückgreifen, die weniger stark kleben.
5. Hautfreundliche Wundverbände
- Speziell entwickelte Produkte wie Leukoplast skin sensitive sind für empfindliche Altershaut besonders geeignet.
- Die Wundverbände und Fixierungen auf Silikonbasis ermöglichen eine gewebeschonende und schmerzarme Entfernung.
- Besonders praktisch bei häufigem Verbandwechsel oder bei Menschen, deren Haut besonders fragil ist.
Auf diese Weise helfen Leukoplast skin sensitive Wundauflagen Hautrisse und die damit verbundenen Schmerzen zu vermeiden.
Verhalten bei Skin Tears
Falls trotz aller Vorsichtsmassnahmen ein Skin Tear entsteht, ist schnelles und richtiges Handeln entscheidend:
- Blutung vorsichtig stillen – leichte Druckauflage reicht meist.
- Haut vorsichtig zurücklegen, falls sie absteht, ohne zu ziehen.
- Steril abdecken – sterile Wundauflagen verwenden.
- Nicht zu stark klebende Verbände nutzen, um weitere Hautverletzungen zu vermeiden.
- Bei grösseren Wunden ärztliche Hilfe einholen.
Es kann hilfreich sein, zu Hause eine kleine Erste-Hilfe-Ausrüstung speziell für ältere Haut parat zu haben: Pflaster, sterile Wundauflagen, sanfte Reinigungslösungen und eventuell hautfreundliche Fixiermaterialien.
Praktische Tipps für pflegende Angehörige
- Regelmässige Hautkontrolle: Tägliches Prüfen auf Rötungen, kleine Risse oder Druckstellen hilft, Skin Tears früh zu erkennen.
- Ruhige Bewegungen beim Umlagern: Sanftes Anheben statt Ziehen verringert die Gefahr von Rissen.
- Auf Warnsignale achten: Trockenheit, Rötungen oder brüchige Haut sind Hinweise, dass Schutzmassnahmen verstärkt werden sollten.
- Dokumentation von Wunden: Fotos oder kurze Notizen helfen, den Heilungsverlauf zu überwachen und bei Bedarf der Ärztin oder dem Arzt Informationen zu geben.
Fazit
Skin Tears sind bei Altershaut häufig, aber mit achtsamer Pflege, Hautschutz im Alltag und geeigneten Wundauflagen lassen sie sich weitgehend vermeiden. Für die Pflege zu Hause bedeutet das:
- Vorbeugen durch Hautpflege und sicheres Umfeld
- Sanftes Pflaster-Handling und Nutzung spezieller Produkte aus dem Leukoplast skin sensitive Sortiment
- Frühes Erkennen und richtige Versorgung im Falle eines Skin Tears
So kannst du dazu beitragen, Komfort, Sicherheit und Lebensqualität für deine Angehörigen zu erhöhen.
Dieser Blog-Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Essity entstanden.
Viele weitere hilfreiche Informationen rund um das Leukoplast skin sensitive Sortiment können auf www.leukoplast.ch/wundversorgung/empfindliche-haut abgerufen werden.