Mit zunehmendem Alter verändert sich unsere Haut erheblich. Sie wird dünner, trockener und weniger elastisch. Schon kleine Stösse oder das Abziehen eines Pflasters können dann zu sogenannten Skin Tears führen – Risse in der Haut, die besonders bei älteren Menschen häufig auftreten. Für pflegende Angehörige ist es wichtig, diese Verletzungen zu erkennen, richtig vorzubeugen und angemessen zu versorgen.
Skin Tears sind Risswunden der Haut, die meist durch mechanische Belastung entstehen – zum Beispiel durch Reibung, Stossen oder das Entfernen eines Pflasters. Dabei kann sich die oberste Hautschicht teilweise oder vollständig von der darunterliegenden lösen. Typische Stellen, an denen Skin Tears auftreten, sind Unterarme, Hände und Unterschenkel.
Die Wunden sehen oft harmlos aus, können aber langsamer heilen als normale Schnitt- oder Schürfwunden und bergen ein Infektionsrisiko. Für pflegende Angehörige ist es entscheidend, diese Verletzungen möglichst zu vermeiden – und falls sie dennoch auftreten, früh zu erkennen, damit keine Komplikationen entstehen.
Warum Altershaut besonders gefährdet ist
Mit dem Alter verändern sich mehrere Eigenschaften der Haut:
Dünnere Haut: Die Ober- und Lederhaut werden dünner und weniger stabil, wodurch die Haut leichter einreisst.
Weniger Fett- und Feuchtigkeitsspeicher: Die Haut trocknet schneller aus, verliert Elastizität und wird empfindlicher gegenüber Reibung.
Schwächere Verbindung der Hautschichten: Die Bindung zwischen Oberhaut und Lederhaut ist weniger robust. Schon kleine Zugkräfte können einen Riss verursachen.
- Langsamere Heilung: Ältere Haut regeneriert sich langsamer, die Durchblutung ist reduziert. Wunden brauchen deshalb oft länger, um vollständig zu heilen.